Das sollten Sie bei der Faltenunterspritzung mit Fillern (Hyaluronsäure) wissen

Hyaluronsäure-Produkte sollten nicht gespritzt werden, wenn allergische Reaktionen in der Vergangenheit bei Fillern aufgetreten sind. Die gleichzeitige Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten oder Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin), von Vitamin E, Ginkgo oder Knoblauch, kann zu Blutergüssen an den Einstichstellen führen. Im Prinzip können jede Falte und jeder Hautdefekt aufgefüllt werden. Ist der Hautdefekt jedoch zu großflächig oder sind große Körperregionen betroffen, wird die Behandlung zu teuer. In diesen Fällen kommen oft andere Behandlungsverfahren zum Zuge.

Bei allen Fillern gilt, dass es darauf ankommt, die richtige Substanz auszuwählen und damit die richtige Hautschicht zu treffen. Einige Substanzen müssen sehr dicht unter die Oberhaut, also in die obere Lederhaut injiziert werden. Andere dagegen müssen in die mittlere oder tiefe Lederhaut gespritzt werden. Die Injektion erfolgt unterhalb der Falte oder Narbe und folgt deren Verlauf. Das Auffüllen der Lippen folgt dem Verlauf der Lippenkontur. Das Auffüllen von großflächigen Hautdefekten erfolgt meist fächer- oder gitterförmig.

Die Injektion von Hyaluronsäure-Produkten ist im Allgemeinen gut verträglich. Dennoch können in seltenen Fällen Nebenwirkungen auftreten, die in der Regel nur vorübergehend sind. Diese sind: Hautauschlag und Juckreiz, allergische Reaktionen, Infektion an der Injektionsstelle und Knötchenbildung, Pigmentveränderungen der Haut. Am Tag der Injektion kann es in einzelnen Fällen zu Kopfschmerzen kommen. Langfristig unerwünschte Nebenwirkungen von Hyaluronsäure-Produkten sind bisher nicht bekannt. Vergiftungen durch versehentliche Injektionen wurden ebenfalls noch nicht beobachtet.