Wie wird Botulinumtoxin A injiziert und welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten?

Botulinumtoxin A wird in einer geringen Menge, die für den Gesamtorganismus nicht giftig ist, an mehreren Stellen, die vorher mit Ihnen besprochen wurden, mittels einer dünnen Nadel eingespritzt. Dies führt dann zu der oben beschriebenen Entspannung der überaktiven Muskeln. Der Schmerz, welcher bei der Injektion entsteht, ist mit dem eines Mückenstiches vergleichbar. Die Behandlung kann ambulant durchgeführt werden, Ihre Fahrtauglichkeit und Arbeitsfähigkeit wird normalerweise nicht beeinträchtigt.

Die Injektion von Botulinumtoxin A ist im Allgemeinen gut verträglich. Dennoch können in seltenen Fällen Nebenwirkungen auftreten, die, falls sie überhaupt auftreten, in der Regel nur vorübergehend sind. Dies sind: leichtes Unwohlsein, Müdigkeit und Gliederschmerzen, Hautausschlag und Juckreiz, allergische Reaktionen, Mund-, Schleimhaut- und Augentrockenheit, Infektion an der Injektionsstelle, Pigmentverschiebungen der Haut. Langfristige, unerwünschte Nebenwirkungen von Botulinumtoxin A sind bisher nicht bekannt. Vergiftungen durch versehentliche Injektionen wurden ebenfalls noch nie beobachtet. Bei der Herstellung von Botulinumtoxin A wird hochgereinigtes Humanalbumin verwendet, das vom Paul-Ehrlich-Institut für die Verwendung in Humanarzneimitteln freigegeben wurde. Die Möglichkeit der Übertragung infektiöser Agenzien (z.B. BSE) ist daher nach dem heutigen Stand der Wissenschaft weitgehend ausgeschlossen.