Funktionswiederherstellung nach Gesichtsnervlähmung (Facialisparese)

Eine Gesichtsnervlähmung kann z.B. als Folge der Geburt oder nach Entfernung von Tumoren im Gehirn entstehen. Es finden sich aber auch Fälle ohne erkennbare Ursache. In Abhängigkeit vom Alter des Patienten stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung, die sich auf das Auge und den Mund konzentrieren.

Bei jungen Patienten kann in zwei Operationsschritten der gesunde Gesichtsnerv ("Cross Nerve Transplantation") der Gegenseite „angezapft“ und dann über die Transplantation von gesundem Muskelgewebe auf der kranken Seite ein symmetrisches Lächeln wiederhergestellt werden. Alternativ hat sich in den letzten Jahren ein neues Verfahren etabliert, das sich gerade bei Patienten mit Möbius-Syndrom (oder ähnlichen Erkrankungen) bewährt hat, der sog. Masseternerv-Transfer. Diese Technik eignet sich auch für ältere Patienten mit Facialisparese.  

Für den fehlenden Lidschluss, der das Auge beeinträchtigt und austrocknen läßt, kann eine sogenannte Temporalismuskel-Umsetzung durchgeführt werden. Hierbei werden Anteile des Schläfenmuskels auf das Auge umgelenkt, so dass über den Schläfenmuskel dann ein Augenschluss erfolgt. Es gibt zudem auch noch Möglichkeiten, über eine statische Aufhängung des Mundwinkels eine gewisse Symmetrie des Gesichtes zu erzielen.

Die Chirurgie von Gesichtsnervlähmungen (Facialisparesen) ist sehr komplex und bedarf einer genauen operativen Planung. Sie können hierzu einen Termin vereinbaren.