Rekonstruktion der Brust

Die Rekonstruktion der weiblichen Brust hat die Wiederherstellung der Form und Ästhetik der Brust zum Ziel. In den letzten Jahren hat die Brustrekonstruktion nach Abnahme der Brust immer mehr Beachtung gefunden. Für die Rekonstruktion der weiblichen Brust stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die individuell an die Patientin angepasst werden. 

Wir möchten Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten zum Wiederaufbau der weiblichen Brust vorstellen und Ihnen einen kleinen Einblick in unser Erfahrungsspektrum geben. 

Sollte bei Ihnen Brustkrebs festgestellt werden, der eine vollständige oder teilweise Amputation der Brust unumgänglich macht (sog. Mastektomie), so stellen sich Ihnen zwei Fragen: Wünsche ich überhaupt eine Rekonstruktion und wann soll sie durchgeführt werden.

Es ist heute möglich, die Wiederherstellung der Brust in der gleichen Operation zu machen, bei der auch die Brust entfernt wird. Wir nennen das den primären oder sofortigen Aufbau. Dadurch wird das Gefühl, „ohne Brust aufzuwachen“ vermieden. Erwiesenermaßen hat die Entfernung der Brust und ihre Rekonstruktion in einer Operation keinen negativen Einfluß auf den Verlauf der Krebserkrankung oder eine weitere Chemotherapie. Wenn mit Eigengewebe rekonstruiert wird (siehe unten), dann kann auch eine Bestrahlung gut erfolgen. Fremdmaterial wie Silikonimplantate sollten eher nicht bestrahlt werden, da sich das Gewebe stark verändern kann. Wenn eine Bestrahlung durchgeführt werden muß, sollte eher mit Eigengewebe rekonstruiert werden. 

Die weitere Möglichkeit ist der sogenannte sekundäre oder spätere Aufbau. Sollte bei Ihnen bereits vor einer längeren Zeit die Brust abgenommen worden sein oder sollten Sie sich nicht gleich zum primären Aufbau entschließen können, so kann die Brust zu jedem anderen Zeitpunkt rekonstruiert werden. Auch hier stehen uns unterschiedliche Techniken und Verfahren zur Verfügung.die

Eine besondere Form der Rekonstruktion ist die Wiederherstellung nach prophylaktischer Mastektomie. Die prophylaktische Brustdrüsenentfernung ist dann zu erwägen, wenn ein höheres Risiko für eine Brustkrebsentstehung besteht. Seit einiger Zeit kann man dieses genetische Risiko nachweisen.

Die wichtigsten Gene sind BRCA 1 und BRCA 2. BRCA 3 und andere wie ATM, p53 und CHEK2 sind seltener. Ob eine prophylaktische Mastektomie für Sie sinnvoll ist muß individuell gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt festgestellt werden. Derzeit wird in der Literatur eine Senkung der Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken von 90-95% angegeben.

Prinzipiell kann dann die Brustentfernung, also die Mastektomie, gemeinsam mit der Rekonstruktion durchgeführt werden. Es sind auch hier alle Verfahren der Rekonstruktion möglich, sowohl mit Fremdgewebe als auch mit Eigengewebe. Bei bestimmten Techniken der Rekonstruktion müssen beide Brüste gleichzeitig wiederhergestellt werden (bspw. bei der DIEP-Lappenplastik), bei anderen Techniken kann man auch beide Seiten zu unterschiedlichen Zeiten operieren. Es ist auch möglich, dass beide Brüste operiert werden, wenn nur eine Brust befallen und ein eröhtes Risiko bekannt ist, oder gefürchtet wird.

Sowohl Prof. Heitmann als auch Prof. Fansa sind deutschlandweit und international anerkannte Experten für die Brustrekonstruktion und Pioniere der schonenden Brustrekonstruktion mit Eigengewebe. Aufgrund unserer Erfahrung können wir Ihnen alle Verfahren der Brustrekonstruktion anbieten. Die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (kurz: DGPRÄC) hat die Praxis Prof Heitmann & Prof. Fansa als rekonstruktives Brustzentrum zertifiziert. 

 

Verfahrenswahl 


Nach sorgfältiger Voruntersuchung und individueller Beratung stehen uns folgende Verfahren zur Verfügung: 

1. » Aufbau durch körperfremdes Gewebe (Expander/Implantat), ggf. mit sog. zellulären Matrices (ADM) 

2. » Aufbau der Brust durch körpereigenes Gewebe 

a. » Aufbau mit Gewebe vom Rücken (Latissimus Muskel oder TDAP-Lappenplastik) 

b. » Aufbau mit Gewebe vom Bauch (DIEP-Lappenplastik, früher TRAM-Lappenplastik, und SIEA-Lappenplastik) 

c. » Aufbau der Brust durch Gewebe vom Gesäß (S-GAP- oder I-GAP oder FCI-Lappenplastik) 

d. » Rekonstruktion der Brust mit Gewebe vom Oberschenkel und aus der Gesäßfalte (TMG-Lappenplastik)