Der Eingriff

Vor der OP

Wie wird meine Operation geplant?

Die erste ambulante Untersuchung sowie das erste Aufklärungsgespräch mit Ihrem Plastischen Chirurgen sind sehr wichtig. Während dieses Gespräches wird Sie Ihr Operateur fragen, wie Sie sich das Aussehen des Ohres vorstellen. Er wird die einzelnen Strukturen des Ohres und Gesichtes untersuchen und mit Ihnen die Korrekturmöglichkeiten diskutieren. 

Des weiteren wird er Ihnen erklären, welche Faktoren das operative Vorgehen und das Ergebnis in Ihrem speziellen Fall beeinflussen können. Diese Faktoren schließen die Struktur des Ohrknorpels sowie die Größe des Ohres ein, aber auch die Form Ihres Gesichtes, die Dicke der Haut, das Alter und die Erwartungen.

Vergessen Sie nicht, Ihrem Plastischen Chirurgen mitzuteilen, ob schon einmal eine Verletzung am Ohr vorlag, bzw. eine Operation am Ohr durchgeführt wurde, auch wenn dies viele Jahre zurückliegt.
Ebenso sollten Sie Ihren Operateur darüber informieren, ob Sie Allergien haben. Auch muss er unbedingt wissen, welche Medikamente Sie einnehmen und ob Sie rauchen.

Wie Bereite ich mich auf eine Ohrenoperation vor?

Ihr Plastischer Chirurg wird Ihnen detailliert Anweisungen geben, wie Sie sich bzw. Ihr Kind auf die Operation vorzubereiten haben. Diese Anweisungen können Richtlinien für das Essen und Trinken sowie Rauchen beinhalten, und er wird Sie auch über die Einnahme sowie das Absetzen von Medikamenten informieren. Wenn Sie diesen Empfehlungen sorgfältig folgen, tragen Sie entscheidend zu einem reibungslosen Ablauf der Operation bei.

Die Operation

Wie wird die Operation durchgeführt?

Eine Ohrkorrektur dauert in der Regel zwischen einer und zwei Stunden, abhängig vom Ausmaß des operativen Eingriffes. Beim typischen operativen Vorgehen legt der Plastische Chirurg die Hautschnitte auf die Rückseite des Ohres. Danach wird der Ohrknorpel geformt und angelegt. Manchmal kann es notwendig sein, Teile des Knorpels zu entfernen, um eine möglichst natürliche Form der Ohrmuschel zu erhalten. Nach einer Ohrkorrektur verbleibt meistens nur eine schmale Narbe hinter dem Ohr, die im Laufe der Zeit verblasst und somit kaum mehr sichtbar ist.

Welche Narkoseform wird angewendet?

Eine Ohrkorrektur kann sowohl in örtlicher Betäubung als auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Für welche Narkoseform sich Ihr Plastischer Chirurg entscheidet, hängt sowohl vom Ausmaß des Eingriffes als auch davon ab, welche Art der Narkose Sie bevorzugen bzw. für Ihr Kind am vorteilhaftesten ist.

Nach der OP

Wie verhalte ich mich nach der Operation?

Nach dem Eingriff wird ein turbanähnlicher Kopfverband angelegt, der in der Regel für eine Woche belassen bleibt.
Schmerzen nach einer Ohrkorrektur sind nicht ungewöhnlich und sprechen gut auf entsprechende Schmerzmedikamente an. Die Schmerzen sollten jedoch ständig rückläufig sein – auch ohne Medikation. Bei bestehenden Schmerzen muss unbedingt der Operateur aufgesucht werden.
Nach einer Woche wird der Kopfverband entfernt und die hinter dem Ohr liegenden Hautnähte gezogen. Danach sollte zur Sicherung des Ergebnisses ein Stirnband getragen werden, damit die Ohrmuschel nicht versehentlich umknickt werden kann. Kinder sollten für 6 Wochen vom Sportunterricht befreit werden.
Eine Prellung oder anders geartete Verletzungen des Ohres sind in den ersten drei Monaten nach der Ohrkorrektur unbedingt zu vermeiden.

Besondere Vorsicht ist auch beim Tragen von Schmuck und Brillen geboten. Ohrringe sollten in den ersten drei Monaten nach der Ohrkorrektur nicht getragen werden. Brillenträger sollten in den ersten Wochen nach der Operation entweder auf Kontaktlinsen ausweichen oder die Brille mit Klebeband zusätzlich an der Schläfe fixieren, damit die Brillenbügel nicht auf den Ohren aufliegen.
Bei realistischer Erwartung, richtiger Indikationsstellung und korrekter operativer Technik bedeutet die Ohrkorrektur sowohl für Kinder als auch für die erwachsenen Patienten eine deutliche Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes mit einem dauerhaften Ergebnis.