Facelifting (Gesichtsstraffung)

Vor der OP

Planung

Für ein Facelift ist ein sehr individualisiertes operatives Vorgehen notwendig. Die erste ambulante Untersuchung sowie das erste Aufklärungsgespräch mit Ihrem Plastischen Chirurgen sind sehr wichtig. Während des Gespräches wird der Plastische Chirurg Ihr Gesicht untersuchen, einschließlich Ihrer Haut und der darunter liegenden knöchernen Strukturen und Ihnen die Korrekturmöglichkeiten, in Abhängigkeit Ihrer Erwartungen von einem Facelift, erklären.
Des weiteren wird Sie Ihr Operateur auf Veränderungen untersuchen, die während oder nach der Operation zu Problemen führen können. Dazu gehört ein nicht eingestellter Bluthochdruck, bekannte Blutungsprobleme oder eine Neigung zu überschießender Narbenbildung.

Vergessen Sie nicht, Ihrem Operateur zu sagen, ob Sie rauchen und ob Sie Medikamente einnehmen, insbesondere Aspirin, Cortison oder andere entzündungshemmende Medikamente, welche die Blutgerinnung beeinträchtigen.

Wie bereite ich mich vor?

Sie erhalten von Ihrem Plastischen Chirurgen detaillierte Anweisungen zur Vorbereitung auf Ihre Operation. Diese Anweisungen beinhalten Richtlinien für das Essen, Trinken und Rauchen sowie Informationen über die Einnahme und - falls erforderlich - über das Absetzen von Medikamenten.
Wenn Sie diesen Empfehlungen sorgfältig folgen, tragen Sie entscheidend zu einem reibungslosen Ablauf Ihrer Operation bei. Falls Sie Rauchen sollten sie damit aufhören. Rauchen behindert den Blutfluss in der Haut und kann zu Wundheilungsstörungen an den Hautschnitten führen. Falls Sie die Haare sehr kurz tragen, sollten Sie überlegen, ob Sie sich vor der Operation die Haare länger wachsen lassen, um nach dem Facelift die Narben während der Heilungsphase zu verbergen.

Die OP

Facelifting

Der Hautschnitt für ein Facelift beginnt normalerweise in der Schläfenregion und verläuft dann in einer natürlichen Hautfalte direkt vor dem Ohr, oder knapp hinter dem Knorpel an der Vorderseite des Ohres und wird dann um das Ohrläppchen hinter dem Ohr wieder in die Haare geführt. Die geanue Schnittführung bespricht Ihr Chirurg mit Ihnen. 

Bei einer Halsstraffung kann ein kleiner zusätzlicher Schnitt unterhalb des Kinns notwendig sein. Nach dem Hautschnitt wird die Haut vom Fett und der darunterliegenden Muskulatur abgelöst.
Danach wird die tieferliegende Muskel-Bindegewebsschicht mobilisiert und nach oben gestrafft, um die abgesunkenen Muskel-Fettanteile wieder anzuheben. Anschließend wird die Haut wieder aufgelegt und der Überschuss entfernt.
Die Haut wird danach in mehreren Schichten verschlossen, in den Haaren können die Wunden auch mit Metallclips verschlossen werden. Über eine kleine Drainage, die unter die Haut eingelegt wird, lässt sich für ca. 12-24 Stunden Blut- und Wundsekret nach außen abdrainieren. Abschließend wird ein Kopfverband angelegt, um die Schwellung und Verfärbung im Gesichtsbereich zu minimieren.

Narkose

Ein Facelift kann sowohl in örtlicher Betäubung als auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Für welche Narkoseform sich Ihr Plastischer Chirurg entscheidet, hängt sowohl vom Ausmaß des Eingriffes als auch davon ab, welche Narkoseform Sie bevorzugen.

Nach der OP

Danach

Nach der Operation ist Ihr Gesicht geschwollen, ohne dass Sie ausgeprägte Schmerzen verspüren. Die normalerweise auftretenden leichten Schmerzen können durch eine einfache Schmerzmedikation behandelt werden. Bei sehr stark anhaltendem Schmerz oder einer plötzlich auftretenden Schwellung im Gesichtsbereich, sollten Sie unverzüglich Ihren Operateur verständigen. Postoperativ fühlt sich Ihre Gesichts- und Halshaut taub an. Dies ist normal und wird sich in einigen Wochen oder Monaten wieder vollständig ausgleichen. Um ein stärkeres Anschwellen des Gesichtes zu vermeiden, ist es von Vorteil, wenn Sie für die ersten 48 Stunden Ihren Kopf möglichst ruhig halten und mit leicht erhobenem Oberkörper schlafen.

Im Falle einer kleinen Drainage wird diese in der Regel am Tage nach der Operation entfernt. Der Kopfverband wird je nach Bedarf zwischen dem 1. und 5. Tag nach der Operation entfernt. Erschrecken Sie nicht bei der Verbandsabnahme, wenn Sie zum ersten Mal Ihr Gesicht nach der Operation sehen. Ihr Gesicht ist geschwollen, die Haut ist verfärbt oder blass. Ein Großteil der Fäden wird schon nach ca. 5 -7 Tagen entfernt werden. Die Nähte oder Metallclips in den Haaren verbleiben jedoch länger. In den ersten Tagen nach Ihrer Operation, wenn Ihr Gesicht geschwollen und verfärbt ist, vergessen viele Patienten leicht, dass sie hinterher besser aussehen werden.

Viele Patienten sind zunächst enttäuscht, weil die Verbesserung ihres äußeren Erscheinungsbildes nicht sofort sichtbar ist. Ihr Operateur wird Ihnen Empfehlungen über das Verhalten nach Ihrer Operation geben. Dazu gehört z.B. das Vermeiden von schwerer, körperlicher Arbeit, Verzicht auf Sport, bzw. auf Dampfbad und Sauna für etwa 6 Wochen und Verzicht auf übermäßigen Alkoholgenuss. Des Weiteren sollten Sie für etwa 6 Monate keine Sonnenbäder nehmen. In der ersten postoperativen Phase mag Ihnen Ihr Gesicht fremd erscheinen und sich unnatürlich anfühlen. Ihre Gesichtszüge können durch die Schwellung leicht verzogen sein und Ihre Mimik verlangsamt. Wahrscheinlich machen Sie sich Sorgen um Ihre Narben. Einige blaue Flecken können für 2 bis 3 Wochen verbleiben und es kann auch sein, dass Sie in der ersten Zeit nach Ihrer Operation leicht müde sind. Daher ist es nicht erstaunlich, dass manche Patienten zunächst enttäuscht und niedergeschlagen sind. Nach der 3. Woche jedoch werden Sie viel besser aussehen und sich wesentlich besser fühlen. Die meisten Patienten sind nach 14 Tagen wieder in Ihrem Alltag integriert. Falls notwendig, können Sie mit Make-up noch kleine verbleibende, blaue Flecken abdecken.

Die Narben nach Ihrem Facelift sind normalerweise unter Ihrem Haar verborgen, bzw. liegen in natürlichen Hautfalten Ihres Gesichtes und Ohres. In jedem Fall verstreichen sie mit der Zeit und sollten am Ende kaum mehr sichtbar sein. Wundheilung ist ein langsamer und in Stufen ablaufender Prozess.