Operation BRUSTVERKLEINERUNG

Vor der OP

Wie wird meine Operation geplant?

Die erste ambulante Untersuchung sowie das erste Aufklärungsgespräch mit Ihrem Plastischen Chirurgen sind sehr wichtig. In diesem ersten Aufklärungsgespräch sollten Sie ganz offen Ihre Erwartungen mit Ihrem Operateur besprechen und sich seine Meinung anhören. Jede Patientin, aber auch jeder Operateur, haben unterschiedliche Ansichten über ästhetische Größe und Form der Brust. Ihr Plastischer Chirurg wird Ihre Brust im Stehen untersuchen und ausmessen. Er wird Ihnen die unterschiedlichen Faktoren – wie Ihr Alter, Größe und Form Ihrer Brust und Ihre Hautbeschaffenheit – erklären, die auf das operative Vorgehen Einfluss haben.

Ihr Operateur wird Ihnen genau das operative Vorgehen erklären, Sie auf die Risiken hinweisen, und Ihnen auch die Grenzen des operativen Vorgehens darlegen. Ein wichtiger Punkt sind die Narben, auf die Sie mit aller Deutlichkeit hingewiesen werden. Vergessen Sie nicht, Ihrem Operateur zu sagen, ob Sie rauchen und ob Sie Medikamente einnehmen, insbesondere Aspirin, Cortison oder andere entzündungshemmende Medikamente, welche die Blutgerinnung beeinträchtigen.

Wie bereite ich mich auf eine Brustverkleinerung vor?

Sie erhalten von Ihrem Plastischen Chirurgen detaillierte Anweisungen zur Vorbereitung auf Ihre Operation. Diese Anweisungen beinhalten Richtlinien für das Essen, Trinken und Rauchen sowie Informationen über die Einnahme und - falls erforderlich - über das Absetzen von Medikamenten.

Wenn Sie diesen Empfehlungen sorgfältig folgen, tragen Sie entscheidend zu einem reibungslosen Ablauf Ihrer Operation bei. In Abhängigkeit von Ihrem Alter und Ihrer familiären Anamnese wird Sie Ihr Operateur eventuell bitten, vor der Operation eine Mammographie (Röntgenaufnahme der Brust) durchführen zu lassen.

Die OP

Wie wird die Operation durchgeführt?

Die häufigste Methode, die bei einer Brustverkleinerung angewendet wird, besteht aus drei Hautschnitten ("umgekehrter T-Schnitt"). Ein Hautschnitt ist um die Warze gelegt, der zweite Schnitt verläuft senkrecht vom Unterrand der Brustwarze zur Brustumschlagsfalte und der dritte Schnitt läuft horizontal unterhalb der Brust in der natürlich vorgegebenen Unterbrustfalte.
Nachdem Ihr Plastischer Chirurg den Haut-, Fett-, und Drüsenüberschuss entfernt hat, werden die Brustwarzen an Ihre zuvor bestimmte Position gebracht, wobei der Warzenhof im allgemeinen verkleinert wird. Haut, welche ursprünglich oberhalb der Brustwarze lag, wird nach unten verbracht und so zusammengenäht, dass eine neue, ästhetisch ansprechende, Brustform resultiert. Die Brustwarze bleibt an dem darunter liegenden Brustdrüsengewebe haften, wodurch in der Regel das Gefühl an der Brustwarze sowie die Möglichkeit zum Stillen erhalten bleiben.

Bei der Planung der Hautschnitte für eine Brustverkleinerung gibt es Variationsmöglichkeiten. Die Größe und Form Ihrer Brust, die Größe der Brustwarzen und das Ausmaß des erschlafften Hautmantels sind Faktoren, welche die Auswahl der Schnittführung festlegen. Durch die unterschiedlichen Schnittführungen können auch Asymmetrien der Brüste ausgeglichen werden.
In einigen Fällen mag es möglich sein, den horizontalen Hautschnitt in der Unterbrustfalte zu vermeiden (sog. "i-Schnitt"). In solchen Fällen wird die Haut unterhalb der senkrechten Narbe gerafft und es resultiert dort eine Wulst für ca. 6 - 12 Wochen. Sollte dieser Hautüberschuss nach 3 Monaten noch nicht verstrichen sein, kann eine Narbenkorrektur mit örtlicher Betäubung und ambulant durchgeführt werden.

Ihr Plastischer Chirurg wird die verschiedenen Möglichkeiten mit Ihnen besprechen und Ihnen die Methode empfehlen, die für Sie am besten geeignet ist.

Welche Narkoseform wird angewendet?

Eine Brustverkleinerung wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt.

Nach der OP

Wie verhalte ich mich nach der Operation?

Nach der Operation werden Sie einen Verband und einen Spezial-BH tragen. Drainagen, die in das Operationsfeld eingelegt wurden und dazu dienen, Blut und Wundsekret nach außen abzuleiten, werden in der Regel nach 24 bis 48 Stunden entfernt. Der Verband wird je nach Bedarf zwischen dem 1. und 5. Tag nach der Operation entfernt.
Erschrecken Sie nicht bei der Verbandsabnahme, wenn Sie Ihre Brust zum ersten Mal nach der Operation sehen. Die Brust ist noch geschwollen, die Haut ist verfärbt und empfindlich.
Ihr Plastischer Chirurg empfiehlt, einen speziellen BH für einige Wochen zu tragen, bis Ihre Brust vollständig abgeschwollen ist. Danach werden die Fäden in unterschiedlichen Abständen im Laufe der nächsten Tage entfernt.
Viele Patientinnen sind zunächst enttäuscht, weil die Verbesserung Ihres äußeren Erscheinungsbildes nicht sofort sichtbar ist. Ihr Operateur wird Ihnen Empfehlungen  über das Verhalten nach der Operation geben.

Dazu gehört z.B. das Vermeiden von schweren, körperlichen Arbeiten, Verzicht auf Sport sowie Dampfbad und Sauna in den ersten 6 Wochen und der Verzicht auf übermäßigen Alkoholgenuss.
Im Laufe der Zeit verstreichen die Hautnarben in der Regel nach der Brustverkleinerung. Wundheilung ist ein langsamer und in Stufen ablaufender Prozess. Sie müssen jedoch wissen, dass die Narben nach einer Brustverkleinerung immer sichtbar bleiben werden. Bei einigen Patientinnen kann bei unschöner Narbenbildung eine operative Narbenkorrektur notwendig werden. Durch eine Brustverkleinerung lässt sich der Alterungsprozess der Haut nicht aufhalten. Dennoch können Sie davon ausgehen, dass der Erfolg einer Brustverkleinerung anhaltend ist, solange Sie nicht starke Gewichtsschwankungen durchmachen oder erneut schwanger werden.
Sollte sich im Laufe der Jahre, eventuell durch hormonelle Umstellungen, Ihre Brust erneut vergrößern oder sich Ihre Brust verändern und der Hautmantel im Zuge des Alterungsprozesses erschlaffen, kann nochmals über die gleichen Hautnarben eine Brustverkleinerung bzw. Bruststraffung durchgeführt werden.