Narbenkorrekturen (Bsp. Atrophe Narben, Akne Narben u.a.)

Bedingt durch Verletzungen oder Operationen entstehen Narben. Diese können sowohl eine kosmetische Beeinträchtigung, als auch eine funktionelle Einschränkung darstellen. Eine Narbenbehandlung kann in vielen Fällen das Ausmaß und das Erscheinungsbild verbessern und die Beweglichkeit wieder herstellen. Vor allem an exponierten Körperstellen werden Narben optisch als störend oder gar entstellend empfunden. Manche Narben können aber auch erhebliche Schmerzen verursachen oder funktionell einschränkend wirken.

Bei komplikationsloser, zeitgerechter Heilung kann nach Entfernung der Hautfäden, dem Abfallen der Hautkrusten und reizlosen Hautverhältnissen mit der Narbenpflege begonnen werden. Zur Fettung der Haut wird fetthaltige, unparfumierte Wundheilsalbe wie z.B. Panthenol empfohlen.
Bei geröteter, gespannter Haut über der Narbe werden entzündungshemmende und pflegende Substanzen eingesetzt

Was ist eine Narbe?

Narben entstehen bei der Heilung von Wunden, die in tiefere Schichten der Haut reichen. Abhängig vom Verletzungsmechanismus und der Versorgung der Wunden verläuft der Wundheilungsprozess mit mehr oder weniger auffälligen Narben. Die Bildung von Narben ist ein natürlicher Vorgang bei der Wundheilung und lässt sich daher nicht vermeiden. Prinzipiell bildet jede Gewebeart nach Verletzung eine Narbe, also auch Fettgewebe, Sehnen, Muskeln und Knochen.

Bei einer Narbe handelt es sich um ein derbes, meist weißliches, faserreiches Ersatzgewebe. Im günstigsten Fall liegt dieses Ersatzgewebe auf Höhe der umgebenden Haut, wird weich und zeigt wenig Unterschied in der Pigmentierung. Häufig allerdings, abhängig auch vom Hauttyp, der Hautstelle und der Veranlagung zur Narbenbildung entstehen überschießende, sogenannte hypertrophe Narben oder unter dem Hautniveau eingesunkene Narben, sog. atrophe Narben.
Eine überschießende Narbenbildung über die Narbe hinaus, auf die angrenzenden Hautareale ausufernde Wundheilungsstörung, wird als Keloid bezeichnet. Diese derben, wulstigen, stark geröteten Narbenstränge verursachen häufig Juckreiz, Schmerzen und funktionelle Einschränkungen. Die Narbenoberfläche ist sehr dünn und verletzlich. Diese massive Störung bei der Wundheilung und Narbenbildung stellt das am schwierigsten zu behandelnde Narbenbild dar.
Das Erscheinungsbild einer Narbe kann also von kaum sicht- und spürbar bis massiv auffällig und einschränkend reichen.
Mit dem Abschluß der Wundheilung nach 14-20 Tagen beginnt die Narbenbildung, aus der Wunde wird eine Narbe.
Auch bereits vorhandene, ältere, unschöne Narben können erfolgreich behandelt und verbessert werden.