Kinnkorrektur, Kinnoperation, Doppelkinn, Profilkorrektur

Die Korrektur eines „fliehenden“ Kinns oder eines zu promintenten Kinns kann entscheidend zur Harmonisierung des gesamten Gesichtsprofiles beitragen. Profilkorrekturen beinhalten nahezu immer eine Korrektur des Kinns. Häufig jedoch stellen sich Patienten mit dem Wunsch einer Kinnkorrektur vor und meinen jedoch dabei die Ansammlung von überschüssigem Haut- und Fettgewebe unter dem Kinn, das sog. Doppelkinn.

Doppelkinn

Durch Verlust der Elastizität der Haut beim Altern und/oder Ansammlung vonFett unter dem Kinn und am Hals entsteht das sog. Doppelkinn, das sich weder mit Sport noch Diät beheben lässt. Häufig kann das Problem durch eine Fettabsaugung in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) und als ambulanter Eingriff behoben werden. Dabei wird über einen kleinen Schnitt von ca. 0,5 cm unter dem Kinn und evtl. unter beiden Ohrläppchen mit einer sehr dünnen Saugkanüle unter die Haut des Halsbereiches eingegangen und das überflüssige Fettgewebe abgesaugt.

Dadurch bleiben nur kleine Narben zurück, die nahezu nicht sichtbar sind. Wichtig und entscheidend ist jedoch, dass die Haut nach der Fettabsaugung im Kinn-Halsbereich, eng auf die Unterlage des Mundbodens und des Halses gewickelt wird, damit die neu gewonnene Kinn-Halskontur erhalten bleibt. Es gibt hierfür auch speziell angefertigte Kompressionsware, welche für mindestens acht Tage nach dem Eingriff getragen werden muss, um ein dauerhaftes, gutes ästhetisches Ergebnis zu erzielen.

Übersteigt der Hautüberschuss jedoch ein gewisses Maß und liegt das Fett eher in der Tiefe, so lässt sich der Hals am Besten mit einer Hals- und Muskelstraffung behandeln. Dieser Eingriff kann alleine oder in Kombination mit einem Facelifting durchgeführt werden. 

Kinnverkleinerung

Ein vorstehendes, zu großes oder zu langes Kinns, kann gerade bei Frauen das gesamte Profil zerstören und in der Gesichtskontur dominieren. Im Extremfall sprechen wir von einem „Hexenkinn“. Der entscheidende Parameter zur Kinnverkleinerung ist das Profil. Weiterhin sollte die Okklusion (der Biss) stimmen, ansonsten müsste eine kieferorthopädische oder -chirurgische Behandlung vorgeschaltet werden. 

In den meisten Fällen handelt es sich jedoch nur um eine vergrößerte knöcherne Kinnspitze, welche über einen intraoralen (im Mund) oder über einen Schnitt unter dem Kinn abgetragen werden kann, um eine harmonische Kinnkontur und ein ästhetisches Profil wieder herzustellen. 

Kinnvergrößerung

Die Kinnvergrößerung ist weitaus häufiger als die Kinnverkleinerung. Auch hier berücksichtigt die Planung der Kinnkorrektur das ganze Profil des Gesichtes. Meistens wird die Kinnvergrößerung mit einer Nasenkorrektur (Rhinoplastik) kombiniert. Eine Kinnvergrößerung kann durch Fettransplantationen oder durch das Einsetzen eines Implantates vorgenommen werden. Solche Kinnimplantate, die in der Regel aus Silikon, Porex oder Goretex bestehen, gibt es in verschiedenen vorgefertigten Größen. Diese Implantate können entweder über einen enoralen (im Mund) Schnitt eingesetzt werden, ohne äußerlich sichtbare Narbe, oder über einen Schnitt unter dem Kinn. In aller Regel bevorzugen wir den enoralen Zugang, da dann keine äußere sichtbare Narbe entsteht und sich das Kinnimplantat exakt platzieren und mit einer Minischraube am Knochen fixieren lässt.

Eine weitere bewährte Methode zur Kinnvergrößerung ist die Vorverlagerung des vorderen Kinnknochenteiles. Dabei wird der vorderste Teil des Kinnknochens abgetrennt, nach vorne verlagert und dieser Knochenteil dann mit einer kleinen Metallplatte und Schrauben in der neuen Position gehalten. Durch beide Methoden lässt sich das Kinn exakt vergrößern und das Profil deutlich  verbessern.