Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure (Filler)

In der medizinischen Fachsprache heißt die Unterspritzung mit Füllmaterialien Augmentation. Eine Augmentation dient der Beseitigung eines Substanzdefektes.


Dies können sein:

  1. Falten um den Mund
  2. Nasolabialfalten, jene Falten zwischen Nasenflügeln und Mundwinkeln, die tief sind und dem Gesicht einen harten Ausdruck verleihen.
  3. Mimikfalten, die sich z.B. über die Jahre so tief eingegraben haben, dass die ersten Behandlungen mit Botulinumtoxin A nicht sofort den gewünschten Erfolg zeigen
  4. Eingefallene Narben (z.B. Aknenarben, Masernnarben)
  5. Schmale Lippen
  6. Verlust an Unterhautfettgewebe (z.B. eingefallene Handrücken, Knitterfalten Dekolleté, hohle Wangen, z.B. im Rahmen eines Lipodystrophie-Syndroms)
  7. Angeborene oder erworbene Dellen und Unebenheiten

Die verwendeten Substanzen heißen auch Filler, weil sie eben auffüllen (engl.: to fill). Man unterscheidet flüssige von festen Fillern und bei den flüssigen wiederum abbaubare von nicht-abbaubaren. Die permanenten Filler werden heutzutage eher nicht mehr eingesetzt.

Dafür sind vor allem drei Gründe zu nennen:

  1. Gelegentlich kommt es dazu, dass der Organismus bestimmte Substanzen als Fremdköper ansieht und bekämpft. Die darauf folgende Entzündung kann zu sehr unangenehmen Komplikationen (z.B. Granulombildung) führen.
  2. Versehentliche Über- oder Fehlkorrekturen und Nebenwirkungen bleiben ein Leben lang.
  3. Eine Korrektur, die z.B. an einem 34-jährigen Gesicht vorgenommen wurde, passt in der Regel nicht mehr im Alter von 60 oder 70 Jahren.

Spätestens dann würden Sie die Unterspritzung mit einem permanenten Filler bereuen.

Neben den körpereigenen Fillern wie Eigenfett benutzen wir heute vor allem Hyaluronsäure-Produkte. Hyaluronsäure ist ein wichtiger und natürlicher Bestandteil des Bindegewebes. In der Haut nimmt die Konzentration der Hyaluronsäure, die viel Wasser binden kann, mit zunehmendem Alter stark ab. Das Bindegewebe der Haut speichert also weniger Wasser – die Haut wirkt dadurch unelastischer und neigt zu Falten.

Die Hyaluronsäure die unter die Haut gespritzt werden kann ist derart aufbereitet, dass sie nicht sofort wieder ausgeschwemmt sondern nur langsam wieder von der Haut abgebaut und über die Leber ausgeschieden wird. Bei diesen Produkten handelt es sich um vernetzte Hyaluronsäure-Produkte. Außerdem gibt es noch unvernetzte Hyaluronsäure-Produkte. Diese führen zu einer kurzfristigen Wasserbindung im Gewebe und zu einer besseren Ernährung der obersten Hautschichten aus den unteren Hautschichten heraus.