Eigenfett-Transplantation

Die Eigenfetttransplantation ist ein sehr altes Verfahren. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts wurde schon darüber berichtet. Damals aber waren die Operationen nicht erfolgreich, so dass man davon wieder abgekommen ist.

Zu Beginn der 90er Jahre aber hat man die Technik wieder aufgegriffen und verfeinert. Heute ist die Eigenfetttransplantation ein wichtiges Hilfsmittel in der Verfeinerung der Ergebnisse der Brustchirurgie. Leider ist es derzeit noch nicht sinnvoll möglich, eine vollständige Brustrekonstruktion nur mit Eigenfett durchzuführen.

Kleinere "Dellen" oder Asymmetrien der Brust können aber sehr gut mit Eigenfett ausgeglichen werden. Hierzu wird Fettgewebe speziell abgesaugt, besonders aufbereitet und dann an den gewünschten Ort transplantiert. Ungefähr 50-70% des transplantierten Fetts heilen ein. Teilweise muss die Operation wiederholt werden, um zum gewünschten Ergebnis zu gelangen. Nebenwirkungen können Zysten und Verkalkungen des Fettgewebes sein. Eine Krebsbildung aus dem transplantierten Fett ist unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen. Leider liegen uns hierzu noch zu wenig Studien vor.