Woran kann ich den Behandlungserfolg von Botulinumtoxin A messen und welche kosmetischen Nebenwirkungen können auftreten?

Leichte bis mittelgradig ausgeprägte Falten bilden sich in der Regel vollständig zurück, tiefe Falten etwa zu 50-70%. Bestehende Falten werden aufgrund einer anhaltenden Muskelentspannung von Behandlung zu Behandlung glatter und die Dosis kann dadurch auch reduziert werden. Sie werden nach der Behandlung aufmerksamer Ihr Gesicht begutachten und wie ein Meister vor seinem Gemälde nie so ganz zufrieden sein. Notieren Sie, was Sie anders haben möchten, so dass wir bei der folgenden Behandlung darauf verstärkt achten werden. Einer der großen Vorteile in der Behandlung mit Botulinumtoxin A besteht darin, dass Sie Ihr eigenes Gesicht modellieren können, die Behandlung bei vollem Bewusstsein erleben und die Ergebnisse rückgängig machen können. Bei Erstbehandlungen sollten Sie auf jeden Fall zu einer Nachuntersuchung kommen. Nach zwei Wochen können Sie als Patient entscheiden, ob Sie mit der Wirkung zufrieden sind oder eine noch stärkere Muskelentspannung wünschen. Außerdem hat kein Mensch ein völlig symmetrisches Gesicht und so benötigt eine Gesichtsseite eine leichte Nachbehandlung, während die andere perfekt entspannt ist. Der Wiedervorstellungstermin kann also für eine Feinabstimmung benutzt werden.

Unmittelbar nach der Injektion kann sich an der Injektionsstelle ein kleiner Bluterguss bilden, der sich durch Make-up abdecken lässt und sich meist nach zwei bis drei Tagen zurückgebildet hat. Verteilt sich die Substanz anders als gewollt im Gewebe, können benachbarte Muskelgruppen mit eingeschlossen werden und es kann so vorübergehend zu unerwünschten Effekten kommen. Bei der Behandlung der Zornesfalten können dies sein: Hängen des Oberlides oder der Augenbraue und Schwellungen in den Augenwinkeln. Das Heben der seitlichen Augenbrauen ist möglich, meist sogar erwünscht. Sollte dies störend sein, kann mit einer Injektion weniger Einheiten oberhalb Abhilfe geschaffen werden. Fältchen über den seitlichen Augenbrauen können neu entstehen oder bereits bestehende sich verstärken. Am Tag der Injektion kann es in einzelnen Fällen zu Kopfschmerzen kommen. Häufig wird beobachtet, dass Kopfschmerz-Patienten ihre Kopfschmerzen über die Entspannung der mimischen Muskulatur im Stirnbereich verlieren.

Es kann in einzelnen Fällen eine erhöhte Sonnenlichtempfindlichkeit auftreten, nämlich dann, wenn vor der Behandlung die Augenbrauen als Schutz vor Sonnenlicht ständig zusammengezogen wurden. Bei der Behandlung der Stirnfalten kann es durch das Glätten der Falten zu einem Hautüberschuss und damit zu einem Absenken der Augenbrauen oder –lider kommen. Schlupflider können dadurch verstärkt werden. Bei der Behandlung von Krähenfüßen kann eine ungewollte Verteilung der Substanz im Augenbereich vorübergehende Sehstörung (Doppelbilder) verursachen. Kommt es durch das Glätten der Falten zu einem Hautüberschuss, so kann sich dieser zur Nase hin verteilen und eventuell die Fältchen unter den Augenlidern verstärken. Zusammenfassend muss man jedoch sagen, dass die oben beschriebenen kosmetischen Nebenwirkungen extrem selten und immer reversibel sind und im Promillebereich liegen.